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Idril Celebrindals HP

...wurde schon 16x geknuddelt! | mein Gästebuch 

La Garçonne fatale.

»Wenn sie die Straße entlang lief, hatte sie das Gefühl, und es war wohl auch wirklich ein wenig so, dass sie bei jedem Schritt auf den unebenen Boden in die Knie sank, so als seien ihre Beine nicht die geringste Bewegung, Anstrengung gewohnt, als würden sie ein Beispiel für ihren versiegten Ehrgeiz sein, das allen und am meisten ihr selbst vor Augen führte, wie schlecht es ihr ging, wie krank sie wirklich war.
Sie schämte sich dafür. Dennoch wollte sie nicht aufgeben, sich der Stagnation nicht völlig ausliefern, nicht hier, wo doch alle ihre Schmach sahen. Mit höchster Anstrengung setzte sie einen Fuß vor den anderen, darauf bedacht aufrecht und gerade zu laufen, so wie jeder andere Mensch auch, nur ein wenig perfekter - und kam gerade dadurch ins Straucheln, stolperte über einen von Wurzeln empor gehobenen Pflasterstein.«





Männer sind nun wirklich die besseren Freunde für mich.
Abgesehen von der Möglichkeit in ihrer Anwesenheit das auszusprechen, was auszusprechen ist - ohne, dass es etwa negativ oder misstrauisch beäugt würde, sondern meinen Reiz und Wert erhöht, im Gegensatz zu der Anwesenheit von den meisten Damen, die nicht die kleinste Ahnung von, nicht das Gespür für meine Äußerungen besitzen -; abgesehen von dieser Kleinigkeit besitzen sie nämlich noch etwas, was einen nicht zu leugnenden Vorzug darstellt: ein primäres Geschlechtsorgan das nicht dem meinigen entspricht.

Ich bin mir fast sicher, ich könnte auch die meisten Frauen für mich gewinnen, sie rumkriegen, erregen, mich auf sie faszinierend und anziehend wirken lassen. Ich bin mir fast sicher, ich wäre eine gute Lesbe. Es ist fast schade, dass ich keine bin. Ich kann ohne Probleme sowohl Männer- als auch Frauengestiken, -mimiken annehmen, switchen - also unter Umständen eben androgyn sein. Und eben das, eine gewisse Androgynität, macht Erotik aus: Nicht sicher zu wissen, wer oder was dort vor dir steht, zu verwirren; das, was das Auge sieht, und das, was der Trieb wahr nimmt, nicht übereinstimmen zu lassen.

Die Differenz zwischen Mann und Frau ist nur eine von vielen Differenzen und nicht viel mehr von Bedeutung als der unterschiedliche, vergangene Lebenslauf an sich. Es sind zwei Existenzen, die sich davor schützen wollen, aufeinander zu prallen und zu zerbersten, und die doch nichts dagegen tun können, dass sie irgendwann aufeinander prallen werden.




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